What do you want to do? Quit job? Pack stuff? Set off?

He has, so slow I come back to my old writing mania (siehe den längsten Artikel von ganzrechtsunten.de), but no fear, it is not yet a full evening program.

In the last six months, was much more concrete than anything, started talks, the conversations with the other - in other words: The greatest challenge before the trip. Nach einer kurzen Weile stellte ich fest, dass sich die meisten Gespräche in drei Kategorien einteilen ließen:

«Wow, das wollte ich auch schon immer machen

Das sind normalerweise meine liebsten Gespräche und die interessantesten: Was für Gründe gibt es, nicht auch so eine Reise zu machen? Interessant war für mich, immer ein bisschen nachzubohren: Warum machst du es nicht? Denn diese Worte, das merkte ich recht schnell, waren völlig unabhängig von Lebenslage, Alter oder Geschlecht.

Eine Freundin, die genug Geld angespart hatte, eigentlich zwischen zwei Jobs schwebte und jederzeit einen neuen finden konnte, keine große familiäre Bindung und keine*n Partner*in hatte, fühlte sich ebenso nicht frei genug, wie abzahlende Hausbesitzer oder Eltern mit Schulkindern.

Vielleicht ist es ganz spannend, wen wir auf unseren bisherigen früheren Reisen schon getroffen haben: Da waren Fabi und Olga, direkt nach und im Studium, mit ganz kleinem Budget, die wir mit ihrer 4-jährigen Tochter nur mit einem alten Auto und einem Zelt in Neuseeland getroffen haben. Später ging Fini in einen Kindergarten in Australien und auf eine Schule in Schottland.

Oder zwei junge Frauen, Heike und Tine, denen wir im letzten Jahr in Norwegen begegneten: Sie haben ihr Kind quasi zwischendurch auf der Reise bekommen, mit Hebammenbesuch im Van. Sie reisten auch in einem T3, gleiche Farbe wie unserer mit Aufstelldach und einem großen Hund herum. (Wo um Himmels Willen sie die ganzen Sachen verstaut haben, bleibt mit völlig schleierhaft. Ich glaube, wir haben immer noch zu viel Gepäck…) Die beiden arbeiten eigentlich in Berlin, aber haben eine Auszeit und Elternzeit bekommen. Vor zwei Monaten schrieben sie uns – zurück in Berlin – dass sie im Sommer auswandern und zu Eselzüchtern in Frankreich werden. Während ich hier schreibe, sind wir ganz in der Nähe des Ortes, auf den sie im Sommer ziehen.

Viele Gespräche dieses Typs beinhaltete die Worte: «Ja macht das auf jeden Fall, solange ihr noch könnt.» Den Satz kannten wir schon von unserer ersten Reise vor 9 years, damals waren wir die klassischen Urlaubssemester-Reisenden. Anscheinend stehen wir 9 Jahre später immer noch gerade so kurz vor dem Punkt, an dem es nicht mehr geht. Es gibt auch bei uns Gründe, die dagegen sprechen: sehr gute Jobs, meine Freiberuflichkeit ist im letzte Jahr richtig gut angelaufen, vielleicht sollte man langsam mal anfangen über Altersvorsorge und Karriere nachzudenken, die großen Gehaltsssprünge machen, die in den 30ern anstehen oder ein Haus kaufen – zumindest eine Wohnung.

Wenn wir auf unsere Freunde blicken, könnten wir tatsächlich ein wenig panisch werden – denn während sie ihre erste Wohnung abbezahlen und Kinder kriegen, sind wir arbeitslos und obdachlos und verpulvern unser Erspartes. Der unangenehme Teil solcher Gespräche ist also, wenn man sich selbst darin wieder findet und viele Gründe hört, wieso man es vielleicht doch nicht machen sollte.

«In Südfrankreich betäuben sie euch mit Gas und rauben euch aus.»

An alle, die unseren Neuseeland-Blog nicht gelesen haben: Ich bin ja total der Angstmensch und sehe eher das schlechte als das Gute im Menschen… (Challenge für die Reise: Das Gute im Menschen sehen, Ängste abbauen). Die große «German Angst» ist weltweit bekannt und ich persönlich glaube ja, dass viele «Tugenden» der «Deutschen» aus dieser Angst geboren sind. Wenn alles schön ordentlich ist, ist es übersichtlicher und vermeintlich berechenbarer. Auch das «Das wollte ich auch schon immer machen, jetzt geht es aber gerade nicht» kommt aus dieser Einstellung, denke ich. Und sie trifft bei mir auch einen ganz empfindlichen Nerv, lässt die Angst-Seite erklingen und mich nachts im Van nicht schlafen:

Meine erste Campingreise mit Jere war mit einem Zelt und Rucksack in Irland. Vorher las ich, dass in Dublin einfach so auf ein Zelt im Park geschossen wurde… das hat die ganze Reise zu nächtlichen Angstattacken geführt.

Die Gas-Angriffe in Süd-Frankreich: Wenn man ein wenig recherchiert, dann ist das wohl alles nicht wahr, es gibt keinen bestätigten Fall. Das Gas wäre zu teuer (die Menge sehr groß), das Einbringen in den Van zu laut.

Eine andere sehr aufbauende Story war: Jemand, der jemanden kannte, erzählte, dass in Spanien jemand anderem der Kopf weggeschossen wurde, als er nach dem Klopfen aus dem Vanfenster schaute… das sind auch die Leute, die Schwangeren Horror-Storys von Geburten und behinderten Kindern erzählen. Mein Lieblingssatz ist ja «Passt auf euch auf». Also wenn was passiert, haben wir einfach nicht genug auf uns aufgepasst 😉 Noch lache ich – wie gesagt, solche Dinge machen mir Angst, deswegen führe ich die Art von Gesprächen äußerst ungern. Ich nehme mich da auch nicht aus, ich weise auch immer gerne auf Gefahren hin und erzähle solche Geschichten. Vielleicht hilft es einem selbst mehr, als demjenigen, dem man den Rat gibt?!

«Ah ja, das habe ich / ein Freund auch schon gemacht. Wo wollt ihr lang? Ihr müsst unbedingt da und dort hinfahren

… »Was ich mach ist indy, nicht individuell» (zu unserem Reisevorbereitungssong schreibe ich mal einen Extra-Beitrag). Ja also bei solchen Gesprächen kann es sich in zwei Richtungen Entwickeln: Unendliche Reisetipps (die ich mir niemals merken kann und auch wahrscheinlich nie befolgen werde), die eigentlich, wenn wir sie alle berücksichtigen, unsere Reise komplett verplanen würden und irgendwie nicht mit unserem Selbst-Entdeckertum zusammenpassen. Manche einzigartigen Geheim-Tipps haben wir allerdings schon wahrgenommen und in Neuseeland zum Beispiel abseits der Touri-Pfade wunderbare heiße Quellen entdeckt.

Oder es geht in eine andere persönlichere Richtung, was interessanter ist: Schilderungen von Erlebnissen und Gefühlen, also wie lange es gedauert hat, bis die Erholung eingesetzt hat, was es für Höhen und Tiefen gab etc.

Deswegen nehme ich mir eigentlich auch bei diesem Blog vor, nicht so viel in Richtung eines Reiseführers abzugleiten, sondern euch ein bisschen mehr in uns hinein hören zu lassen. Mehr so auf der emotionalen Ebene, nicht so der rationalen – wobei die Nachfragen bei Instagram bisher sehr rational sind («Wo habt ihr die Weißwandreifen her?» «Ist das das legendäre SCA400 Dach?») 63% männliche Follower sag ich da nur 😉

In jedem Fall hatten wir nie Probleme mit ausgehendem Gesprächsstoff, seit unsere Reise konkretere Formen annahm. Manche haben sich sicherlich gewundert, wieso ich immer zurückhaltender wurde, über die Pläne zu sprechen… ich wollte vor allem «In Portugal haben sie einem das Bein abgesägt und als Stoßstange ans Auto gehängt»-Storys vermeiden 😉 Aber vor allem wollte ich meine aufkommende «German Angst» nicht füttern und mir das ganze nicht ausreden, bevor es angefangen hat. Mein Motto für die Reise: Mich selbst immer wieder aus der Komfortzone bringen, in der ich es mir in den letzten Jahren mit vielen Plänen, Routine und vermeintlicher Sicherheit bequem gemacht habe. More in life here and now. (Um ein paar Cliches aneinander zu reihen ;)… «was ich mach ist indy, nicht individuell…»dazu das nächste Mal mehr.)